Brita
Brita – Tiere sehen, verstehen und schützen
Brita lebt seit ihrer Kindheit mit und für Tiere. Was mit einer Armee aus Stofftieren im Kinderbett begann, wurde schnell zur gelebten Verantwortung: Der erste Hund wurde von der Straße gerettet, das erste eigene Pferd zog ein, als sie noch ein Kind war. Mit 18 nahm sie ihren ersten Kredit auf – nicht für Konsum, sondern um eine Operation für ihr Pferd zu finanzieren.
Schon früh war für Brita klar: Tierschutz bedeutet mehr als gute Absichten. Für sie heißt es, Verantwortung zu übernehmen – dauerhaft. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, gerade den Tieren zu helfen, die aus dem Blick geraten: Tiere aus dem Tierschutz, Tiere mit Geschichte, mit Brüchen, mit seelischen Narben. Solche, die unbequem geworden sind – weil sie nicht mehr reitbar, alt oder einfach zu viel geworden sind.
Brita schaut nicht weg. Und sie scheut sich nicht, Missstände anzusprechen – auch wenn das unbequem ist. Sie weiß aus Erfahrung: Gerade in der Pferdewelt gibt es viele Tiere, die zwar genutzt, aber nicht wirklich gesehen oder gepflegt werden. Tieren eine Stimme zu geben, ist für sie eine Herzensangelegenheit.
Jedes Tier, das zu ihr kommt, bekommt einen festen Platz – für immer. Ihre Pferde leben in einem sozialen Herdenverband mit freiem Zugang zu Bewegung, Licht, Luft und Artgenossen. Reitbarkeit ist für sie kein Maßstab für Lebensberechtigung.
Nach über 20 Jahren privatem Engagement hat Brita mit Gleichgesinnten den Verein gegründet, um diese Haltung auch auf andere Tiere zu übertragen: alte Schulpferde, Handicap-Ponys, Tiere mit Vergangenheit. Die Gründung war auch eine Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Zeit – aber vor allem ein Zeichen, dass man auch in schwierigen Zeiten Haltung zeigen kann.